Samstag, 7. Januar 2012

Roadtrip Coromandel 3. - 5.01.12

Hallo ihr Lieben,

zurück von meinem Kurzurlaub, will ich euch natürlich nicht vorenthalten, was ich alles erlebt habe.

Nachdem 2 von den anderen Au-Pairs beschlossen haben, mich zu begleiten ging es am Dienstag, den 3. Januar 2012 morgens um 9.00 Uhr los mit dem "Snotmobil". Unser Grobziel war die Region um Coromandel :

Geplant war so im Großen und Ganzen jedoch nichts und wir starteten einen echten Roadtrip á la Kiwis, was da wäre: hinfahren, wo es uns hinführt und anhalten, wo es uns gefällt!
Gesagt getan und wir sind auch fast pünktlich - jedenfalls nach meinem Zeitverständnis- losgefahren.
Unser 1. Stopp war dann in Waihi Beach. Leider hat es das Wetter nicht wirklich gut mit uns gemeint. So blieb der Bikini im Auto und wir haben uns mit unseren Kameras zu einem mehr oder weniger kleinen Strandspaziergang aufgemacht... (das ist die nette Beschreibung für einen 2 minütigen Lauf zum Kaffeestand) :D
Jedoch ist der Strand dort herrlich und weitläufig und menschenleer (was wohl aber auch am Wetter lag):




Ab ins Auto und zurück auf die Straße! Nächster Stop: Whangamata!
Whangamata ist sowas wie die Surfer Hochburg von Coromandel. Aber auch wenn wir ja unter die Surfer gegangen sind (remember Blog vom Dezember) haben wir nur gestoppt, um ein bisschen durch die shops zu schlendern und was zu essen.

Allerdings nicht hier, da hatten wir Angst, dass der Name Programm ist.

Surfin´ Santa.... wer braucht schon Rentiere?!
Nachdem wir allerdings an diesem Tag noch nicht wirklich aktiv waren, außer das wir von Ort zu Ort gefahren sind, beschlossen wir an den Hot Water Beach zu fahren. Der heißt so, weil es dort tatsächlich heißes Wasser gibt und man sich seinen eigenen "hot water spa-pool" im Sand buddeln kann. Es scheint so, als hätte Neuseeland für alles eine Lösung...sogar wie man einen verregneten, bewölkten und kalten "Sommer"tag doch am Strand verbringen kann, ohne zu frieren. Zumindest waren wir da noch der Meinung. Wir also voller Vorfreude, bewaffnet mit unseren kleinen Schaufeln, die ich den Kindern aus dem Sandkasten geklaut hab, an den Strand. Ich war gleich zu Beginn etwas skeptisch, da ich mich mit Mel vorab darüber unterhalten hatte und sie gemeint hat, da werden wir auf Menschenmassen treffen, die alle in ihren kleinen Pools im Sand liegen und das  heiße Wasser genießen. Dies kommt übrigens von unterirdischen Quellen, die die Wasserreservoirs der Vulkane freigeben. Das Bild das sich uns bot, sah etwas anders aus.


Eigentlich hätte ich da schon merken müssen, dass etwas nicht stimmt... haha. Mel und Tom haben mir idealerweise noch das Versprechen abgenommen, dass ich nicht einfach nur am Hot Water Beach in heißes Wasser liege, sondern auch vorher ins Meer gehe, um mir sozusagen mein Spa zu verdienen. Da ich ein ehrlicher Mensch bin, habe ich das auch getan... und es war nicht nur eißigkalt, sondern auch super gefährlich. Die Wellen haben an diesem Strand eine enorme Kraft und einmal unter Wasser ist es gar nicht so easy da wieder hoch zu kommen ohne vom Strand weggespült zu werden. Irina und ich waren uns überdiese Tatsachen allerdings nicht so ganz bewusst und sind mutig ins Wasser gejumpt. Später hab ich dann erfahren, dass 1 Woche zuvor fast 3 Touris am selben Strand ertrunken wären. Wir hatten trotzdem einen rießen Spaß, auch wenn der Bikini fast mehrmals über alle Berge war :D Tja, das einzige was zu unserem Glück danach gefehlt hat war das heiße Wasser zum Aufwärmen!! :D
Stattdessen haben wir anschließend erfahren, dass wir nur 2 Std. vor und nach Ebbe heißes Wasser haben können und die beste Zeit dafür war an diesem Tag um 10 vor 8 morgens und um 15 vor 9 abends. Nicht unbedingt die beste Zeit um an den Strand zu gehen.
Somit war es ein "cold-water"-Besuch am Hot Water Beach.

furchtlos in die Fluten


da hat uns die Welle erwischt ...

... und weggespült :D

Keiner kann sagen, wir hätten es nicht versucht:


Wir haben gegraben und gegraben, bis wir auf Wasser gestoßen sind... aber leider war´s kalt:


 Ok, Sanna hat geholfen... :D ... ein bisschen!
Nachdem wir dann wenigstens noch ne Dusche gefunden haben (natürlich kalt) um den Sand zumindest grobflächig wieder aus Haaren, Bikinis etc. rauszukriegen, stand der weitere Plan schnell fest:
Ab ins Auto und nach Whitianga ins nächste Backpackers! Nach Whitianga haben wir uns auch nur 2 Mal verfahren glaub ich... ist gar nicht so einfach ohne Navi. Dort angekommen haben wir im i-site (Touri-Informationszentrum) gestoppt, um mal anzufragen, welche Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten wir denn haben. Haha... die Auswahl beschränkte sich dann auf Null und wich eher einer intensive Suche nach einer einzigen Übernachtungsmöglichkeit. Denn komischerweise waren wir nicht die einzigen, die ihre "Sommerferien" in Coromandel verbrachten. Es ist ja nicht so, dass wir nicht vorher wussten, dass alle Kiwis zu dieser Zeit Ferien haben... nee! :D
Aber das Glück war auf unserer Seite und wir haben ein super schnuckeliges Backpacker gefunden, das echt nur genial war. Das Highlight dieses Abends war für mich allerdings die heiße Dusche :D
Ausklingen lassen haben wir das dann erstmal im Foyer mit ner Flasche Asti. Danach sind wir los sind zum Thai um die Ecke und danach in ner Bar gelandet, die an diesem Abend ne Karaoke Veranstaltung hatte...war sehr lustig. Und nein, wir haben nicht gesungen! So betrunken war keiner von uns!




Tag 2 Coromandel

Juhuuuuu.... war so mit einer der ersen Gedanken, die ich kurz nach dem Aufstehen hatte. Denn: alle Anzeichen sprachen für einen (zumindest teilweise) sonnigen Tag!
Wir also los ins Snotmobil und auf zu neuen Ufern! Dieses Mal ein bisschen cleverer als den Tag zuvor und erstmal nochmal ins i-site, um gleich ein Backpacker für den Abend in Coromandel Town zu buchen. Da war das Glück auch mal wieder auf unserer Seite und wir haben die letzten 3 Betten in einem Backpacker ergattert, da alle anderen schon ausgebucht waren. 
Und wir hatten ebenso wirklich richtiges Glück mit dem Wetter, denn es ist immer mehr aufgeklart und wir hatten eine traumhafte Fahrt über mehr oder weniger gut befahrbare Straßen zu wirklich traumhaften Stränden!
Überall wo es uns gefallen hat, haben wir gestoppt und geknipst...hier ein kleiner Auszug aus meiner Galerie:

Whitianga, mit ein bisschen blauem Himmel!










Otama Beach:






Opito Beach:

Versprochen: ich schwimme nicht schneller!



Panorama made by Sanna



Nach ner Stunde ging´s dann wieder zurück nach Whitianga an den Hafen und von dort ab aufs Meer mit nem Cruiser-Boot. Also ab rein ins Auto und auf die super gut befahrbaren Straßen...





Just in time for our boat-trip!
Auf dem Programm von unserem 2 1/2 h Trip stand: Shakespeare´s Cliff, Lonely Bay, Cooks Blowhole, Cathedral Cove, Hole in the Rock und ein Schnorchel Stop im Marine Reserve @ Gemstone Bay. Here we go:


das 2. war unser Cave Cruiser :)



Shakespeare´s Cliff (Namensgeber war James Cook, der in der Felsformation das Profil Shakespears erkannt hat)

Shakespeare´s Cliff

Shakespeare´s Cliff








Cathedral Cove

schlafender Drache (sleeping dragon)

Hole in the Rock (das Loch im Felsen)
Champagne Rock
Orua Sea Cave

Orua Sea Cave von Innen


Schnorchel-Stop (leider war kein Fisch in Sicht)
 Nach unserem Boat-trip hieß es: "bye - bye Whitianga" und "hello Coromandel Town". Allerdings ist der Name hier nicht Programm, denn wie es sich heraus gestellt hat, ist Coromandel TOWN nicht wirklich groß. Hier unser erster Blick auf unser nächstes Ziel:



Wir haben das Beste draus gemacht und wirklich super leckere Fish & Chips als Dinner verdrückt - ok zugegeben, leicht überteuert - aber just yummy. Anschließend haben wir den Abend in einer Art Bar ausklingen lassen, in der zufällig ne live Band gespielt hat. Das war dann auch das Ende von unserem 2. Tag on tour.

Tag 3
Aufstehen, duschen, frühstücken und: back on the road again. Der ganze Roadtrip war richtig auf Kiwi-Art geplant, nämlich gar nicht! haha :) Und so sind wir auch in diesen Tag gestartet: rein ins Auto und schauen wo es uns hin verschlägt. Die Richtung, die wir eingeschlagen haben, war jedoch so angedacht, das wir good-old Rotorua am Ende des Tages erreichen. Und so ging es entlang der 309 Road Richtung Süden. Auf dem Weg haben wir des Öfteren mal gestoppt (nein, nicht nur wegen meiner schwachen Blase). Leider hatten wir mit dem Wetter nicht so viel Glück wie am Tag zuvor... aber wir haben das Beste draus gemacht!

1. Stopp: (5 km nach unserem Backpacker) Straßenblockade dank Wildschweinauflauf




2. Stopp: Waiau Falls





3. Stopp: Kauri grove
Da soll mal einer sagen, wir wären nicht aktiv gewesen... auf gings durch den native bush zu den Kauri Bäumen. Früher standen die in Coromandel peninsula (eigentlicher Name der Region) überall, bis sie im 19 Jahrhundert massenweise abgeholzt wurden.




13 der Kauri-Bäume sind über 600 Jahre alt


Siamesischer Zwillingsbaum :)

6m Durchmesser
 4. Stopp: Pottery House
Einfach mal gestoppt und eine super liebe Lady erwischt, die uns ein bisschen was über die Kunst des Töpferns gezeigt hat. Leider haben wir alle unsere Kameras im Auto liegen lassen und so ist dass das einzige Photo.


5. Stopp: Lunch in Tairua

mhmm... belgische Waffeln - yum as!
Stopps 6-99 erspare ich euch, da es bei denen wirklich nur um meine schwache Blase ging ... haha! Nach einer gefühlten Ewigkeit Autofahrt haben wir es allerdings geschafft und waren zurück in Rotorua! Wir hatten echt eine super schöne Zeit und viele Eindrücke gewonnen. Vor allem aber 2 Sachen gelernt:
1. Neuseeland ist viiiiieeeeelll größer als man denkt
2. Rotorua ist doch nicht so übel wie wir manchmal dachten

Alles in allem waren wir alle 3 froh wieder zurück zu Hause zu sein und meine Kiddies waren erstmal froh mich zu sehen. Ich bin gleich mal bombadiert worden mit "Sabrina, can I play with you?" - "Sabrina, can we do something together?" :D "Sabrina, can we jump on the trampolin now?"
Haha... da scheint mich wohl jemand vermisst zu haben und ganz ehrlich: ich sie auch!

So, bevor ich jetzt totmüde ins Bett falle, schicke ich noch die liebsten Grüße zu einem meiner Lieblingscousins nach Hause... happy birthday to my lovely cousin Sven, who I really miss and hope that he had a cool birthday. Hab ganz fest an dich gedacht! Knutschi... deine Kleine!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen